Das CJD - Die Chancengeber CJD Sachsen-Anhalt

Genäht, bis die Nadel glüht

20.09.2018 CJD Sachsen-Anhalt « zur Übersicht

Einen entscheidenden Teil für den Drei-Brücken-Lauf in Schönebeck am Sonntag leisteten Werkstattmitarbeiter des CJD.

 

Volksstimme Schönebeck Elbe-Saale-Rundblick 20.09.2018

AUTOR: Olaf Koch

VS/Schönebeck

Schönebeck l Warum nicht? Das dachte sich Martin Hennig vom Elbufer-Förderverein Schönebeck. Obgleich in der Vergangenheit während des Laufes fleißige Helfer in der Zielankunft mit Nadel und Faden saßen, sollte diese Arbeit nun professioneller gestaltet werden. Bei den Werkstätten Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) in Schönebeck fand der Laufsportler nicht nur offene Ohren für sein Anliegen, sondern ein hilfreiches Entgegenkommen. „In der Kürze der Zeit haben die Mitarbeiter das sehr gut erledigt und uns sehr viel Arbeit erspart“, so Martin Hennig, als er sich am Mittwoch Bänder und Medaillen abholte.

Das CJD Sachsen-Anhalt am Standort Schönebeck arbeitet seit dem 1. April 1992 im Bereich der Eingliederungshilfe. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung individuell zu begleiten, zu fördern und ihre Integration in die Gesellschaft zu verwirklichen. Praktische Aufträge aus der Stadt und der Region sind dabei von großer Bedeutung. Wie der Volksstimme berichtet wurde, arbeitete eine Gruppe fast einen ganzen Arbeitstag an dem Auftrag des Elbufer-Fördervereines. So wurden an den Bändern für das Jahr 2018 Schlaufen genäht und in die attraktiven Medaillen eingefädelt.

Diese Medaillen bekommen am kommenden Sonntag alle Starter des 6. Drei-Brücken-Laufes. Stadt Schönebeck, Union 1861 und der Elbufer-Förderverein sind gemeinsam Veranstalter für diese Laufsportveranstaltung, die längst über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist. In diesem Jahr werden unter anderem Starter aus Trakai (Litauen) mit dabei sein.

Start für den Lauf ist am Sonntag um 10 Uhr. Er erfolgt – wie der Name schon sagt – über drei Brücken: Von der Saline-Insel geht es über die große Elbauenbrücke, über die alte Ernst-Thälmann-Brücke und zum Schluss über die neue Brücke des Salinekanals. Angeboten werden zwei Strecken: 6,63 Kilometer (eine Runde) oder 13,26 Kilometer (zwei Runden). Die Teilnahme kostet sechs beziehungsweise acht Euro.

Partner

Von Beginn an ist der Elbufer-Förderverein mit seinen Partnern federführend bei der Organisation des Drei-Brücken-Laufes. Neben zahlreichen Sponsoren aus Stadt und Landkreis stehen der Kreissportbund, der Solepark, die Polizei, das THW, die freiwilligen Feuerwehren und das DRK hilfreich zur Seite.

Der Elbufer Förderverein Schönebeck, der am 12. Juli 1995 gegründet wurde, hat es sich die Aufgabe gemacht, die künstlerische und städtebauliche Neu- und Umgestaltung des Elbuferbereichs der Stadt Schönebeck zu fördern. Dazu gehören Bildung, Kunst und Kultur, Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutz. Und eben auch sportliche Veranstaltungen rund um das Elbufer.

Wie viele Starter am Sonntag an den Start gehen werden, konnte Martin Hennig gestern noch nicht genau sagen, weil der Anmeldeprozess noch läuft. Fest steht aber, das die Starterzahl auf jeden Fall dreistellig sein wird. Martin Hennig selbst wird die große Runde mitlaufen und damit wesentlich mehr unterwegs sein, als die jugendlichen Werkstattmitarbeiter, die die Medaillen mit den Bändern verbunden haben. Sie wollen den Sonntag nutzen, um endlich mal auszuschlafen. „Vielleicht sogar bis 12 Uhr“, wie eine Frau berichtete. Warum auch nicht?