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"Wir sind zutiefst erschüttert über den Tod unseres Bewohners"

12.07.2018 CJD Sachsen-Anhalt « zur Übersicht

Am Montag, den 09. Juli 2018, ist ein Bewohner unseres heilpädagogischen Wohnheims in Sangerhausen während eines Bades verstorben. Der 35-Jährige Mann mit sehr hohen Unterstützungsbedarfen wurde von uns stationär betreut. 

„Wir sind zutiefst erschüttert über den Tod unseres Bewohners“, erklärt Astrid Bernhardt, Fachbereichsleiterin Wohnen und Begleiten, im CJD Sachsen Anhalt. „Uns ist wichtig klarzustellen, dass der Bewohner zu keiner Zeit unbeaufsichtigt war. Spekulationen, die betreuende Kollegin hätte während des Bades den Raum verlassen, möchten wir ausräumen.“

Die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner im CJD Sangerhausen wird von ausgebildeten Fachleuten übernommen. „Die Begleitung und Pflege von Menschen, die in ihrem Lebensalltag auf intensive Unterstützung angewiesen sind, ist sehr anspruchsvoll und hoch komplex. Meine Kolleginnen und Kollegen arbeiten hart und sehr engagiert.“

Uns ist es wichtig, dass der Vorfall nun konsequent aufgearbeitet wird: Zum einen durch die Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft und zum anderen durch eine psychologische und seelsorgerische Begleitung unserer Kollegen und Bewohner. „Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Doch unsere Bewohner brauchen uns und darum geben wir auch weiterhin alles, um für sie da zu sein.“

Nach den neuesten Erkenntnissen ist der Bewohner nicht ertrunken. Der Bewohner hat einen Krampfanfall erlitten, der vermutlich auch außerhalb der Badewanne zum Tod geführt hätte. Aktuell müssen jedoch noch weitere Untersuchungen von Seiten der Staatsanwaltschaft in Halle erfolgen, um die genaue Todesursache festzustellen.